Stammtisch-Geschichten
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Kein Bier vor vier…

Dürfen wir um diese Uhrzeit schon ein Bier trinken? Wenn du der Meinung bist, dass „JA“, dann kannst du gleich hier deine Freunde auf ein Bier einladen.

Drei Freunde sitzen in einem Gasthaus. Ein Blick auf die Uhr: Es ist 15:30 Uhr. Die Runde ist noch nicht komplett. Der Letzte im Bunde lässt noch auf sich warten. Die drei Freunde blicken aber bereits in die Getränkekarte. Und dann der Gedanke: „Kein Bier vor vier.“ Aber woher stammt diese Redewendung eigentlich? Die Wahrheit folgt sogleich: Die Herkunft lässt sich leider nicht bestimmen, sondern nur erahnen. Hier ein paar nicht allzu ernst gemeinte Theorien, welche unsere drei Freunde im Gasthaus entwickelt haben:

Der Vorgesetzte namens „Vier“:

„Geh du“, sagt Alfred. „Nein, geh doch du“, entgegnet Johannes. „Na gut, dann muss ich das wohl machen“, sagt Peter. Also geht Peter, ein Fabrikarbeiter, zu seinem Vorgesetzten namens Vier und fragt ihn im Namen seiner Mitarbeiter, ob es denn schon Zeit für ein Bier sei. Seine Antwort darauf: „Kein Bier vor mir.“ Peter nickte und ging dann gesenkten Hauptes zurück zu seinen Kollegen. Die Botschaft: „Kein Bier vor Vier“. Da der Feierabend in allen umliegenden Firmen um 16:00 Uhr ausgerufen wurde, verbreitete sich die Redewendung wie Strohfeuer.

Die Theorie „Mondlandung“:

In der minutiösen Planung von Apollo 11 wollte die US-amerikanische Raumfahrtbehörde sichergehen, dass die Kommunikation zwischen Bodenpersonal und Kommandomodul verschlüsselt vor sich ging. So erfand man Codewörter wie beispielsweise „Bier“, das in dem Kontext für die Heimkehr stand. Auf das Wort „Bier“ kamen die Verschlüsselungsspezialisten, weil sie die Helden nach ihrer Rückkehr tatsächlich mit Bier empfangen wollten. Auf dem Rückflug lief alles so gut, dass Armstrong, Aldrin und Collins bereits vor 16:00 Uhr gelandet wären. Weil das Bergungsschiff USS Hornet noch nicht bereit war, kommunizierte das Bodenpersonal „Bitte kein Bier vor vier“, „Wir wiederholen: kein Bier vor vier.“ Die tapferen Piloten schalteten einen Gang zurück und landeten tatsächlich erst um 16:50:35 Uhr (koordinierte Weltzeit). Da 600 Millionen Menschen weltweit live vor dem Fernseher saßen, ging die Redewendung innerhalb von Sekunden in den täglichen Sprachgebrauch über. Der Rest ist Geschichte.

Zurück in der Zeit:

Bier ist älter als die Zeit. Also zumindest älter als die Zeitmessung. Spannend wird die Aussage „Kein Bier vor vier“ erst, falls sie aus der Zeit stammen sollte, in der es noch keine Zeitmessung gab. Und dafür kann es nur eine einzige Erklärung geben: In einer Zeit, in der Menschen noch Stämmen angehörten, gab es einen Ort, der von vier Stämmen gleichzeitig bewohnt wurde. Die Stammesvertreter trafen sich in regelmäßigen Abständen, um gemeinsame Agenden zu besprechen. Als Anreiz, die Anwesenheitspflicht auch tatsächlich einzuhalten, gab es eine einzige Regel: kein Bier vor vier. Es mussten also alle vier Stammesvertreter anwesend sein, damit in diesen Runden auch Bier ausgeschenkt werden durfte. Rein theoretisch könnte das auch die Geburtsstunde des Stammtisches gewesen sein. Aber das ist jetzt nur hypothetisches Glatteis. 

Diese und viele weitere Theorien kritzelten die drei Freunde auf die Bierdeckel vor ihnen. Auf die Bierdeckel, die der Wirt fürsorglich schon einmal auf ihren Stammtisch gelegt hatte. Als dann um 16:00 Uhr der vierte Freund eintraf, bestellten sich alle genüsslich ein Bier und philosophierten über diese Theorien im Detail. 

Hier kannst du mit unseren Bierdeckel-Vorlagen deine eigene Theorie festhalten. Und damit deine Freunde auf eine anregende Diskussion bei einem Bier einladen.

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